978-3-89645-814-8
Reihe: MBA
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60 Jahre Institut für Ethnologie und Afrikastudien
ISBN 978-3-89645-814-8
Herausgegeben von Anna-Maria Brandstetter, Carola Lentz. Mit Beiträgen von Irmtraud Stellrecht, Georg Buddruss, Peter Snoy et al.
Reihe: Mainzer Beiträge zur Afrikaforschung Band 14
2006
358 Seiten, 29 s/w-Fotos, 1 Schaubild, 1 Karte, 3 Diagramme, Anhang, Index, Format: 240 x 170 mm
€ 29,80
Anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Instituts für Ethnologie und Afrikastudien an der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität, ist ein Buch mit einem bunten Strauß von Erinnerungen, Analysen, Interviews und einschlägigen Materialien entstanden. Als die Herausgeberinnen im Herbst 2005 begannen, ehemalige Professoren, Mitarbeiter/innen, Doktorand/innen und Studierende des Instituts zur Mitarbeit an diesem Band einzuladen, waren sie überrascht von der positiven Resonanz. In der Auswahl wurde bewusst darauf verzichtet die Vielfalt der Genres und Stimmen zu glätten. Ganz im Sinne der Forderung neuerer ethnologischer Ansätze nach polyphoner Repräsentation wurde sich gegen eine autoritative Deutung „der“ Geschichte des Instituts entschieden, wohl wissend, dass es auch vermutlich einige Stimmen gibt, die kaum oder gar nicht zu hören sein würden. Die Texte werden ergänzt durch eine Chronik, die vor allem die personelle und institutionelle Geschichte nachzeichnet, und Anhänge zu Studierendenzahlen, Promotionen und Habilitationen, zu Forschungsprojekten, Tagungen, Ausstellungen und Gästen.
INHALT:
Anna-Maria Brandstetter und Carola Lentz
Einleitung
Chronik
Irmtraud Stellrecht
Feldforschung als Erfahrung. Adolf Friedrich und Karl Jettmar in Nordpakistan
Georg Buddruss und Peter Snoy
Die Deutsche Hindukusch-Expedition (DHE) 1955–56
Horst Nachtigall
„Der erste Student der Völkerkunde“
Ernst Wilhelm Müller
Reminiszenzen eines Betroffenen
Zusammengestellt von Anna-Maria Brandstetter
Erika Sulzmann zwischen Mainz und Kongo
Lorenz G. Löffler
Die fünfziger Jahre. Erinnerungen an meine Erlebnisse 1950–60
Jürgen Zwernemann
Erinnerungen an meine Studienzeit in Mainz 1950–54
Christraud Geary
Sommersemester 1966 in Mainz
Signe Seiler
Erika Sulzmann räumt auf. Erinnerungen an die 1960er und 1970er Jahre
Raimund Kastenholz
Afrikanische Sprachen, Afrikanistik, Afrikanische Philologie
Thomas Geider
Janheinz Jahn als Vermittler afrikanischer Literatur in den deutschen Sprachraum und die Weltliteratur
Anja Oed
Literaturen in afrikanischen Sprachen und die Jahn-Bibliothek für afrikanische Literaturen
Alfons M. Dauer
Dauer und die Ethnologie in Mainz. Wie alles so kam
Christoph Klein
Blues en bloc
Wolfgang Bender
Kulturerbe Musik. Das Archiv für die Musik Afrikas in Mainz
Manfred K.H. Eggert und Rosemarie K. Eggert
Mainz und das Innere Kongobecken. Archäologisch-ethnographische Forschungen 1977–87
Bernhard Streck
Symposium auf dem Podium oder Die Betäubung des Initianden
Brigitta Benzing
„König, Fürsten, Bauern“. Die erste ethnographische Ausstellung im Neubau des Mainzer Philosophicums
Ulli Beier
„Neue Kunst aus Afrika“. Über die Ausstellung im Landesmuseum Mainz, Juni – Juli 1980
Uta Reuster-Jahn
„Mawingu – Skulpturen der Makonde“
Gerhard Grohs
Das Institut und der Kampf gegen die Apartheidpolitik Südafrikas
Thomas Bierschenk
Laudatio zum 70. Geburtstag von Gerhard Grohs (1999)
Gerhard Hauck
Teilnehmende Beobachtung als „ständiger Vertreter“ am Institut für Ethnologie und Afrikastudien
Mabiala Mantuba-Ngoma
Promovieren am IFEAs. Zwischen Wissenschaft und Menschlichkeit
Anette Rein et al.
Das Autonome DoktorandInnenkolloquium 1990–98 und ein Epilog
Ivo Strecker
Aha, aha! Oho, oho! – Oho, oho! Aha! Kollage einer Professur
Carola Lentz
Selbstberichte, Evaluationen, Zielvereinbarungen, STEPs und andere Zeitfresser. Das Institut im Spiegel administrativer Genres
Anhang
Abbildungsnachweis
Zu den Autoren
Index
Rezensionen
Weniger Abhandlungen als Erzählungen und Erfahrungsberichte machen den Reiz des Buches aus. Man erfährt viel über das Werden eines Forschers und Hochschullehrers – ein spannender Einblick auch für die, denen es an Vorwissen über Ethnologie und Afrikastudien mangelt. [...] Solche Festschriften, die so simpel erscheinen und doch viele neue Einblicke bringen, läse man gern öfter.
Eva-Maria Magel in Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 2, 2.1.2007 S.
Daß in Mainz gerne gefeiert wird, ist bekannt, davon sind auch die Ethnologen nicht ausgenommen. Nun ist die Feierfreudigkeit der Menschen dieser Gegend – nicht nur zu Ehrentagen – legendär und Gegenstand ethnologischer Forschung geworden, und der Karneval hat auch Eingang in die postmodernen Reflexionen des Faches gefunden. [...] Insgesamt 27 Autoren, zeichnen aus eigener Perspektive oder themenbezogen die sechzigjährige Entwicklung der Mainzer Ethnologie nach. [...] Noch weitere Themen harren der Aufarbeitung [...] Trotzdem ist der Sammelband eine Bereicherung für die Reflexion über die Geschichte des Faches, die erst zaghaft begonnen hat, sich der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zu stellen.
Udo Mischek in Paideuma 54/2008 S. 288-291